Wie bereits am Freitag waren wir auch am Samstag wieder im Rock it unterwegs. Doch ganz im Gegensatz zur Necrotted-Releaseparty waren dieses Mal eher die Thrasher angesprochen. Veranstalter Georg Reeb hat das Endzeitfestival, das eigentlich in der Zeche Carl in Essen statt findet, in den Süden geholt. Stilecht gings auch mit Wortmord aus dem Pott los. Peppi, aka Grave Violator, hat in den Achtzigern bei Sodom die Saiten geschwungen. Jetzt hat er mit Wortmord eine neue Band, denen das Aalener Bier gut zu schmecken scheint. Mit provokaten deutschen Texten sind die Essener der Opener des Abends.
Vom Ruhrpott zurück nach Aalen: Life`n`Nature, die musikalischen Exoten des Abends, zogen sie die Tänzer vor die Bühne. Spaßig ging es dabei zu: Sänger Gunnar klaut Joe die Schlagzeug- Stöcke, es werden Anekdoten zu Songs erzählt, die in der Küche geschrieben wurden, und am Ende wird noch zu „Fight For Your Right“ von den Beastie Boys abgerockt.
„Onkel Tom, Onkel Tom!“- Rufe wurden immer lauter. Schließlich war nun der Headliner des Abends an der Reihe. Tom Angelripper,Sänger und Basser von Sodom, lud zu seiner Spaßband Onkel Tom ein. Es wurde ein Bier aufgemacht, mit der kompletten ersten Reihe angestoßen und Songs wie „Schnaps, das war sein letztes Wort“ oder „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ auf Metal gesungen. Sichtlich Spaß haben da die Jungs auf der Bühne, die ebenfalls aus dem berühmten Thrasher-Pott kommen. Ganz jung sind sie auch nicht mehr – der Textzettel wurde von sich gestreckt um den nächsten Songtitel vor zu lesen, schließlich hat man die Brille nicht auf – trotzdem ließ sich Tom Angelripper den Spaß nicht nehmen und stapfte samt Mkro in der Menge hinein um jeden Mal das Mikro unter die Nase zu halten. Mit zwei(!) Zugaben, unter anderem „In München steht ein Hofbräuhaus“ gemixt mit „Reign in Blood“, gehen die verschwitzen Mannen von der Bühne.
Als ob das nicht schon Party genug wäre, ziehen „Skeleton pit“ die Zügel noch mal an: Die drei Jungs, die sich früher Pissdolls nannten, beschleunigen den Takt noch einmal zur späten Stunde und spielen Songs wie „Tits to die for“ und „Drink fast or Die“.
Text: Carolin Deiß
Bilder: Sven Ceder
Bilder: Mariana S. Mayer












































































