Wir von Lux Eterna haben uns mit Jeremy, Diego, Wolle und Milan von need2destroy anlässlich ihrer neuen Platte „GENOMA“ zusammengesetzt, geredet, gelacht und nebenbei auch noch ein paar neue Bandbilder geschossen.
Die neue Platte „GENOMA“ erscheint Ende Januar. Erzählt mal ein bisschen dazu.
Wolle: Die EP hat fünf Songs und ist zu 100% need2destroy. *lacht*
Milan: Die Aufnahme war super geil. Die Platte hat Manu von Tonstudio XI gemacht. Da haben wir einen super Sound raus bekommen. Er war total entgegenkommend und verlässlich.
Wie hat alles als need2destroy angefangen?
Wolle: Wir machen seit vielen Jahren zusammen Musik. Milan und ich hatten früher andere Bands und haben uns dann 2006 noch unter „Symptons Remain“ getroffen.
Milan: Bei „Symptons Remain“ waren wir eine Zwei-Mann-Band und hatten einen Bassisten gesucht. Und da ist mir der Wolle über den Weg gelaufen und ich habe ihn dann gefragt, ob er nicht Bock hätte mal mit uns was zusammen zu machen.
Wolle: 2007 haben wir uns dann vom dritten Mann getrennt und wollten dann ganz neu mit einer Band und unter einem neuen Namen anfangen. Wir hatten dann mit need2destroy verschiedene Besetzungen und seit Mai 2012 ist Diego (voc) dazugekommen und Jeremy (dr) genau ein Jahr später.
Woher kommt der Name?
Milan: Eigentlich hatte ich erst need2control, aber diesen Namen gab es schon. Das ging natürlich nicht und dann ist mir need2destroy eingefallen.
Wolle: Bei dem Bandnamen geht es aber nicht darum zu saufen und irgendwas zu zerstören. Es geht nicht um sinnlose Gewalt. Eigentlich um gar keine Gewalt in dem Sinne. Sondern einfach um Gesellschaftsnormen aufzusprengen – Aufdrehen und Abgehen.
Milan: Man kann ja hinter dem Namen ein Ausrufezeichen setzten. Das würde bedeuten, dass man erst etwas zerstören muss um es wieder neu aufbauen zu können. Manchmal muss man eben alte Brücken hinter sich abreißen um Neues zu schaffen. Man könnte aber auch schreiben „need2destroy?“. Warum muss alles immer zerstört werden? Warum kämpft man um Religion oder ein Stück Land? Man kann es so und so sehen. Es ist auf jeden Fall ein politisches Statement hinter dem Namen.
Wie würdet ihr need2destroy mit einem Wort beschreiben?
Milan: So gaaaaaanz spontan würde ich sagen: need2destroy groovt.
Warum sollte man eure Musik hören?
Milan: Wegen der Musik. Ganz einfach. Wenn einer Metal hört und vielleicht mal Metal hören will, der ein bisschen anders ist – ich sage nicht, dass wir anders sein wollen, es aber vielleicht sind – dann wären wir was für ihn. Es ist schwierig uns in eine Schublade zu stecken.
Was möchtet ihr mit eurer Musik ausdrücken?
Diego: Ich habe Spaß mit der Band, das ist wichtig.
Wolle: Ich muss Musik machen. Der Teil würde mir einfach fehlen. Es gab eine Themengruppe „Glück“ im Fernsehen. Dort hat man depressive, unglückliche Leute ein halbes Jahr in einen Chor gesteckt. Und danach waren diese Leute messbar glücklicher. Ich brauche das einfach.
Milan: Musik hat eine therapeutische Wirkung, sie ist eine der stärksten Kräfte, die es nach meiner Meinung nach gibt. Für mich ist es keine Option keine Musik zu machen.
Woher nehmt ihr eure Inspiration?
Milan: Ganz klar aus der Musik, die du hörst. Ohne Input kein Output. Bei jedem wird der persönliche Musikgeschmack in seiner Musik zu hören sein, man wird ja schließlich davon geprägt. Wenn jemand nur Metal hört, dann wird sich seine Musik wahrscheinlich sehr nach Metal anhören und kaum Blues oder Jazz-Elemente drin haben. Aber bei mir ist es eigentlich schon sehr beschränkt was ich so höre – Metal und Blues eben.
Jermey: Ich höre jetzt so richtig Metal seit circa 5 Jahren. Immer wenn ich Zeit habe höre ich Musik. Einfluss ist natürlich das was man selbst hört. Man hört andere Lieder und denkt sich, ahhh der spielt das so, das hört sich gut an. Dann probiere ich was ähnliches und so entwickelt sich das dann.
Diego: Ich höre alles. Aber ich liebe Nu Metal, ich hasse Heavy Metal (grinst). Ich kann kein Slayer singen. Meshuggah, Tool und Depeche Mode. Aber wenn ich singe und schreibe, bin ich ganz bei need2destroy.
Jeremy: Von jedem kommt ein bisschen anderer Input. Diego hört seine drei Lieblingsbands, Milan eher Blues und ich höre eben eher die neuen Metalbands. Wenn wir alle die gleichen Bands hören würden, könnten wir eine Coverband aufmachen.
Wolle: Für mich muss Musik berühren, egal was für ein Genre. Bob Marley hat beispielsweise ein großer Einfluss auf mich. Ich bin da komplett offen.
Stickiger kleiner Club oder großes Festival?
Wolle: Stickiger kleiner Club. Das ist einfach ehrliche Musik. Ich geh gerne in kleine Clubs und kenne keine Band, aber ich schau mir das gerne an. Das sind auch Einflüsse. Das ist für mich mehr Musik als auf einem Festival. Aber ich würde gerne auch mal auf einem Festival spielen (grinst).
Jeremy: Als Zuhörer nimmt man in einem kleinen Club die Musik viel direkter wahr, viel intensiver.
Ziele, Pläne, Wünsche für die Band?
Wolle: So viel wie möglich live spielen, weil es einfach Spaß macht. Dadurch können wir ja auch neue Kontakte knüpfen und Leute erreichen. Ein Traum wäre natürlich professioneller arbeiten zu können, damit man sich nur noch um das Musikalische kümmern kann. Heute ist es utopisch zu denken, dass man mit einer Plattenfirma das große Geld macht. Wir zahlen ja Alles selber. Unsere neue EP „Genoma“ haben wir selbst bezahlt. Das Geschäft ist eben hart heutzutage. Wenn das ganze drum rum wegfallen würde – Konzerte organisieren, Kontakte knüpfen etc. – das wäre was. Wir werden so weiter machen, wie bis jetzt. Wir werden immer Musik machen, egal was ist.
Die Platte „GENOMA„ könnt Ihr auf folgenden Konzerten oder bei n2dmusic@web.de erwerben:
25.01.14 Heidenheim / Grüner Kranz
22.02.14 Startclub / Uffenheim
15.03.14 QL Übelmesser / Heubach
29.03.14 JUZ Weiden
19.04.14 Neckbreakers Choice Fest / Frankfurt
Neue Termine: (Stand 07.01.14)
11.01.14 Hannover / JUZE Laatzen
13.04.14 Hamburg/Logo
Text: Carolin Deiß
Fotos: Mariana S. Mayer





